Rosenvermehrung

Rosen wurzelecht aus Steckhölzern vermehren

Rosen kann man nicht nur durch Veredlung, sondern auch durch Steckhölzer, Ableger, Ausläufer oder Aussaat vermehren.

Ich möchte Ihnen heute das Prinzip der Vermehrung aus Steckhölzern erklären.
 

Die beste Zeit um Rosen zu vermehren ist vom zeitigen Frühjahr, von Mitte März bis Anfang Oktober.

Den optimalen Zeitpunkt muss jeder in seinem Garten selbst herausfinden, wann bei ihm die richtige Zeit zum Stecken ist.

Nach einiger Zeit des Übens hat jeder den für ihn richtigen Zeitpunkt herausgefunden.
Bei mir im Garten liegt der optimalste Zeitpunkt in der Zeit vom 10. bis 20. August.

So es geht los. Als erstes schneiden wir einen bereits blühenden- oder gerade verblühten Rosenzweig mit 5-6 Augen (jedes Blatt entspricht einem Auge) ab.

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Danach schneiden wir ca. 5 cm oberhalb des ersten Auges die Blüten vom Trieb ab.

Wichtig ist mindestens 5 cm über dem Auge, da die Schnittstelle noch zurücktrocknet, bei zu tiefem Schnitt vertrocknet das Auge.

 

 

Unten am letzten Auge des Triebes wird ca. 5 mm unter dem Auge der Trieb waagerecht beschnitten und das unterste Blatt vollständig entfernt.

Das 2. bis 4. Blatt wird direkt am Stiel kurz mit der Schere abgeschnitten, das nur ein Blattstummel stehen bleibt.

Das oberste Blatt verbleibt am Stiel und wird auch nicht beschnitten.

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Danach werden am Rosenstiel alle Stacheln abgebrochen. Hinterher nehmen wir ein Stück Rundstahl oder Rohr (ca. 20-30 cm lang) und bohren ein schmales und tiefes Loch in die Erde, so groß damit der Steckling hineinpasst.

Dafür habe ich mir ein Stück Rundstahl in der Form eines Regemschirmgriffs gebogen.

Man kann aber auch ein ganz normales Pflanzholz verwenden, wie man es im Gartencenter zu kaufen bekommt.

 

 

Nun wird der Rosentrieb in das Loch gesteckt, so tief das nur die oberste Knospe ca. 1 cm über der Erde herausschaut.

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Nun wird der Trieb fest angedrückt, hier bewährt sich auch ein Rohr damit er fest im Boden sitzt und guten Erdkontakt bekommt, sitzt er nicht fest genug in der Erde vertrocknet der Trieb.

 

 

    Ab jetzt gibt es 2 verschiedene Methoden wie es weitergeht:

    1.) Die Glasmethode:

    Jetzt wird der Steckling gut angegossen, und hinterher mit einem Einweckglas überbaut, das Glas wird an den Seiten mit Erde angehaufelt damit das Wasser nicht verdunstet. Aller 3-4 Wochen wird der Steckling wieder gegossen.


    Vorteile:
     

  • Gläser hat jeder, sie kosten kein zusätzliches Geld
  • diese Methode geht bei 1-2 Stecklingen sehr schnell
     
  • Nachteile:
     

  • der Steckling liegt direkt am Glas an, kann eventuell dadurch infolge Überhitzung verbrennen;
     
  • bei mehreren Steckhölzern ist der Aufwand beim Öffnen und Schließen zu zeitaufwendig;
     
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    2.) Der Folientunnel:

    Wir wollen mehr als 2 Steckhölzer vermehren, dann geht es viel einfacher mehrere Steckhölzer in hohe Töpfe oder direkt im Freiland zu stecken.

    Auf dem linken Bild habe ich Steckhölzer sowohl in hohe Töpfe, als auch Steckhölzer (rechts daneben) ins Freiland gesteckt.

    Die Töpfe wurden bis zur Oberkante im Boden eingegraben.

    Danach werden die Steckhölzer mit einem transportablen Folientunnel, (deren Stäbe einfach in die Erde gesteckt werden), überbaut, (siehe unteres Bild)

 

 

    Vorteile:

  • anwendbar bei vielen Steckhölzern, da es sehr schnell geht;
  • gegenüber der Glasmethode ist es sicherer, da ein Verbrennen der Stecklinge kaum möglich ist;
  • einzelnes Zu- und Abdecken der Steckhölzer entfällt, daher nicht so zeitaufwendig;
  • ein Folientunnel kostet ca. 3-5 Eure und lässt sich mehrere Jahre verwenden

    Nachteile:
     
  • Bisher sind mir dazu keine bekannt.
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Sollten sie nach meiner Anleitung alles richtig gemacht haben, können sie mit etwas Glück in einem halben- bis einem Jahr, die ersten wurzelechten Rosen in ihrem Garten erblühen sehen.

Wie z.B. auf dem linken Bild zu sehen, die Moosrose 'Henri Martin' die sich hervorragend aus Steckhölzern vermehren lässt.

 

 

Die Gläser oder der Folientunnel verbleiben bis ca. Mitte bis Ende März je nach Witterung als Schutz über den Stecklingen.

Treten ab Dezember stärkere Fröste auf, empfiehlt sich ein abdecken der Steckhölzer mit Nadelreisig, was zum einen die Verdunstung bei Sonneneinstrahlung verhindert, zum anderen als zusätzlicher Kälteschutz dient. Hierbei hat sich bei mir im Garten eine 10 bis 20 cm hohe Reisigdecke bewährt.

Sollten Sie weitere Fragen zur Rosenvermehrung, oder allgemein zu Rosen haben, können sie mir diese in unserem Forum stellen.

Dazu klicken sie bitte auf den untenstehenden Link.

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